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Buxtehude und Altkloster PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Samstag, 24. Februar 2007
Buxtehude und Altkloster
Buxtehuder Geschichte und Daten Buxtehuder Familien



Außer Friedhofs- und Gräberlisten finden sich unten noch einige weitere genealogische Daten aus Buxtehude.


In Buxtehude gibt es vier Friedhöfe, den alten Friedhof Stader Straße in Altkloster (Gräber- und Namensliste am Ende dieser Seite), den Friedhof Ferdinandstraße (Buxtehude) (Daten einiger der älteren Grabsteine finden sich ebenfalls unten), den Friedhof Friedenstraße (Altkloster) und den Waldfriedhof (Altkloster). Viele der eingemeindeten Dörfer haben eigene Friedhöfe.

Die vier Buxtehuder Friedhöfe liegen alle südlich der Bahnlinie, die meist als Grenze zwischen Buxtehude und Altkloster angesehen wird. Dies stimmt aber nicht ganz.

Die älteste Siedlung (um 990) der heutigen Stadt lag in Altkloster an der Este. Dort wurde Ende des 12. Jahrhunderts ein Nonnenkloster gebaut, das fünfhundert Jahre bestand, die letzte Nonne starb Anfang des 18. Jahrhunderts. Etwa zweihundert Jahre, nachdem diese erste Siedlung ‚Buocstadihude’ gegründet wurde, entstand weiter nördlich die Stadt, die den Namen Buxtehude erhielt, die alte Siedlung wurde das ‚Olde Kloster’ - Altkloster genannt. Reste der Klostergrundmauern sind heute noch auf dem Klosterhof zu sehen, sie wurden vor wenigen Jahren ausgegraben und restauriert.

Das neue Kloster in Bredenbek gab dem heute eingemeindeten Dorf Neukloster seinen Namen, auch hier stand einmal ein Nonnenkloster, das heute völlig verschwunden ist, nur der Klostersee ist geblieben und einige mit Kreuzen markierte Steine im Neukloster Wald.

Altkloster war bis in die dreißiger Jahre hinein ein eigenständiger Ort, in dem hauptsächlich Bauern, kleine Handwerker und Arbeiter lebten. Größere Industriebetriebe gab es bis auf die die Winter’sche Papierfabrik am Mühlenteich nicht. Die Nudelfabrik Birkel am Bahnhof gehörte zu Buxtehude. Nachdem die Papierfabrik geschlossen werden musste, fehlte dem Ort die wichtigste wirtschaftliche Einnahmequelle und notgedrungen wurde Altkloster an Buxtehude angegliedert.

Buxtehude und Altkloster haben aber auch heute noch je einen eigenen Sportverein, der BSV oder Buxtehuder SV ist besonders durch seine Handball-Damen in der 1. Bundesliga bekannt, und einen eigenen Schützenverein – das Altkloster Schützenfest am ersten Augustwochenende ist das größte Volksfest der Stadt. Zum Altkloster Schützenverein gehören auch die Buxtehuder Musikzüge, die aus einem Spielmannzug, einem Fanfarenzug und dem Blasorchester bestehen. 

In Altkloster liegt das Krankenhaus, das Freibad und das Jahnstadion, bis vor einigen Jahren war hier auch die Estetalkaserne, heute ein Neubaugebiet. Es gibt ein Schulzentrum, bestehend aus Hauptschule, Realschule und einem Gymnasium, das seit diesem Sommer endlich auch eine eigene Oberstufe hat, außerdem zwei Grundschulen. Eine Besonderheit des Gymnasium-Süd ist die Einrichtung einer Sportklasse, einzigartig in Niedersachsen.

In Buxtehude ‚in der Stadt’, wie man hier in Altkloster sagt, gibt es natürlich auch zwei Grundschulen, ein Schulzentrum und ein Gymnasium (auf das bisher alle Schüler ab Klasse 11 gehen mussten), sowie eine Berufbildende Schule und eine Fachhochschule. Alle wichtigen Gebäude, Rathaus, Verwaltung, Museum, Einkaufszentren, Stadtbücherei und Archiv sind in der Stadt. Seit dem Jahr 1971 verleiht Buxtehude den Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle, dieser Preis wurde von Winfried Ziemann, Buchhändler in Buxtehude, in Leben gerufen.
  
Wer in Altkloster wohnt, muss notgedrungen für Erledigungen aller Art in die Altstadt, die ‚Fußgängerzone’ in der Hauptstraße in Altkloster verdient diesen Namen kaum. Zahlreiche Neubaugebiete weiten Altkloster Richtung Süden aus, folgerichtig heißen die diversen Neubaugebiete auch Buxtehude-Süd. Hier ist eine Schlafstadt für Hamburg entstanden, in der die Infrastruktur leider ein Stiefkind geblieben ist, besonders die jungen Leute zwischen 12 und 16 haben hier nirgends einen Treffpunkt. Viel besser sieht das allerdings auch in Buxtehude nicht aus, Kino, eine schön sanierte Altstadt mit Fußgängerzone und Petrikirche und in Bahnhofsnähe noch ein Freizeitheim, das aber fast ausschließlich von den Jugendlichen aus Buxtehude genutzt wird. Gebaut wird auch in Buxtehude in Richtung Hamburg und Altes Land und so wächst und wächst die Stadt. Der gemütliche kleine Ort meiner Kindheit ist leider verschwunden, stattdessen haben wir jetzt Ausfallstraßen, auf denen die Autos ohne Pause durch den Ort rasen hin zu den Neubaugebieten.

Geboren wird man in Altkloster im Krankenhaus (meistens) und begraben wird man hier meistens auch. Die Friedhöfe Stader Straße und Friedenstraße sind geschlossen, Beerdigungen finden nur noch vereinzelt auf dem Friedhof Ferdinandstraße statt, die meisten Verstorbenen liegen auf dem Waldfriedhof. Der Waldfriedhof wächst in den Neukloster Wald hinein (ich frage mich, wann der Wald wohl bis Neukloster abgeholzt ist). Im Neukloster Wald, ungefähr auf halber Strecke zu Neukloster liegt ein alter jüdischer Friedhof mi 41 Gräbern.

Der Friedhof Stader/Apensener Straße wird seit ungefähr 1970 nicht mehr benutzt, er sollte sogar schon eingeebnet werden, glücklicherweise konnten Anwohnerproteste das verhindern. Dennoch ist dieser Friedhof in einem beklagenswerten Zustand. Grabsteine sind umgekippt und werden nicht wieder aufgerichtet, die kleinen Hecken, die einst die Gräber einrahmten, sind zu großen Bäumen und Büschen geworden und bilden ein zum Teil nahezu undurchdringliches Dickicht. Viele Grabstellen sind nicht mehr begehbar und nur mit Hilfe meiner kleinen Töchter, die zwischen das Gebüsch gekrabbelt sind, konnten die Inschriften entziffert werden. Die Wege werden ab und zu mal von den Stadtbediensteten gemäht, so das der Eindruck entsteht, der Friedhof sei gepflegt, wenn man allerdings etwas tiefer vordringt.....

Wir haben versucht, möglichst alle Inschriften aufzunehmen, die erfassten Grabstätten wurden von mir willkürlich nummeriert und dann habe ich die Namen alphabetisch geordnet und mit der Nummer der Grabstelle versehen. Dort müssen dann die Daten gesucht werden. Wenn auf einem Stein die Daten mehrerer Personen vermerkt sind, haben alle die gleiche Nummer, Familiengrabstätten sind, soweit erkennbar, auch mit nur einer Nummer erfasst. Berufe und Orte habe ich mit abgeschrieben, Inschriften wie : ‚Hier ruht, nie vergessen mein lieber .....’ allerdings nicht. Der Friedhof muss von mir noch einmal abgegangen werden, um bisher fehlende Grabsteine, falsch gelesene Inschriften usw. zu korrigieren. Dies kann ich aber erst im Herbst, wenn wenigstens das Laub der Bäume abgefallen ist und man so wieder etwas mehr erkennen kann, jetzt im Juli ist das vollkommen sinnlos, leider.

Auf dem Friedhof in der Ferdinandstraße, der auf Buxtehuder Gebiet liegt (Sandererei, Brillenburg, Ziegelkamp und Tonkuhle gehörten der Stadt Buxtehude) sind auch einige wenige alte Grabsteine, die ich inzwischen abgeschrieben habe und deren Daten unten zu finden sind. Den Friedhof Friedenstraße habe ich auch endlich besucht und die noch vorhandenen und erreichbaren Grabsteine fotografiert, eine Auflistung der Namen und Daten ist nun hier abrufbar.

Namensliste Friedhof Stader Str.

Gräberliste Friedhof Stader Str.

Gräberliste Friedhof Friedenstrasse/Mühlenfriedhof

Gräberliste Ferdinandstrasse

Jüdischer Friedhof Neukloster Wald

Bewohner/Eigentümer des Stavenort in der Altstadt

Stadtmusikanten in Buxtehude

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Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. November 2009 )