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| Ahnenforschung - wie fange ich an ? |
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Die wohl meistgestellte Frage von Anfängern ist: "Was muss ich tun, um mehr über meine Familie herauszufinden, wie fange ich mit der Forschung an ?" Ich möchte hier mal erzählen, wie ich angefangen habe; so oder so ähnlich war das auch bei den meisten anderen. Nachdem ein generelles Interesse für meine Abstammung geweckt war, habe ich zunächst meine Großmutter befragt. Sie konnte mir einige Daten über ihre Eltern und Schwiegerelten sagen, hatte einige Fotos und Papiere. Außerdem nannte sie mir Adressen von weiteren Verwandten, für die ich mich bis dahin gar nicht interessiert hatte. Jetzt nahm ich Kontakt auf und erhielt auch von diesen Großtanten noch Papiere und Fotos. Damit war ein Grundstock gelegt. Alle Namen und Daten wurden zunächst auf Karteikarten vermerkt. Nun schrieb ich an die zuständigen Standesämter und erhielt Urkunden über meine Vorfahren, gelegentlich sogar über deren Geschwister. Als das Ende der Standesamtzeit erreicht war (etwa 1875) musste ich mich an die Kirchengemeinden wenden, um nach Eintragungen zu fragen. Meistens bekam ich die erhofften Auszüge, auch diese Daten wurden wieder auf Karteikarten vermerkt. Damals machte ich aber den Fehler, erstens nicht alle Daten aufzuschreiben, Paten, Zeugen, Trauzeugen habe ich oft nicht notiert, und zweitens schrieb ich auch die Quellen nicht mit auf. Das wurde im Laufe der Zeit aber doch zu einem Problem und ich musste alles nachtragen. Dann trat ich einem genealogischen Verein bei, genau wie meine Mutter, die mit mir zusammen forschte. Sie konnte die alte Schrift lesen, ich nicht. Durch unsere Vereinsmitgliedschaft erfuhren wir erst, das wir mit unserem Hobby nicht so allein dastanden, wie wir gedacht hatten. In den Vereinszeitschriften veröffentlichten wir Suchanzeigen und erfuhren auch vom Ahnenlistenumlauf (ALU). Also fertigte ich eine für den ALU geeignete Ahnenliste an und nahm einige Jahre am Umlauf teil. Wir bekamen alle 6-8 Wochen ein Paket mit Ahnenlisten anderer Forscher und konnten so etliche Kontakte knüpfen und unsere Liste mit den Ergebnissen der anderen Forscher ergänzen. Ein Großteil der heutigen Liste besteht aus diesen Ergänzungen. Kontakte ergaben sich auch durch die Eintragung in Glenzdorfs Internationalem Genealogenlexikon (Band III), durch Archivbesuche hier in der näheren Umgebung und durch das Aufsuchen von Pfarrämtern. Dort durften wir selbst die Bücher durchsuchen, meisten war man sehr freundlich und hilfsbereit, manchmal gab es sogar ein warmes Mittagessen. Das ist heute leider nicht mehr so, die Zeiten habe sich doch sehr geändert. Einmal sind wir auch nach Essen gefahren und habe dort die Kirchenbücher durchsucht, und auch andere Orte in Nordrhein-Westfalen standen auf dem Reiseplan. Diese Forschungsreisen haben mir sehr geholfen, eine Vorstellung vom Leben meiner Ahnen zu bekommen, die aus landschaftlich sehr verschiedenen Gegenden stammen. Natürlich haben wir auch Bücher über die Geschichte der einzelnen Orte und Gegenden gelesen, und über die Fernleihe unserer Stadtbücherei Bücher bestellt, die bei anderen Forschern als Quellen angegeben waren. Für einige wenige Kirchengemeinde hatte wir auch Forscher gefunden, die die Kirchenbücher für uns durchsuchten und die wir dann natürlich auch bezahlen mussten, hier sei besonders die freundlich Hilfe von Frau Tietenberg in Wickrathberg erwähnt. Ohne sie hätten wir dort wohl kaum etwas erfahren. Die Forschungen in der damaligen DDR übernahm ein dortiger Archivpfleger, den wir in Naturalien bezahlten, außerdem ergab sich ein Kontakt zu einem sehr freundlichen und hilfsbereitem, entfernt verwandten Ehepaar. Der Kontakt brach dann leider, einige Zeit nachdem ich dieses Ehepaar einmal besucht hatte und dadurch enorm weitergekommen war, durch widrige Umstände auf meiner Seite, völlig ab. Das tut mir noch heute leid, aber damals überrollten mich die privaten Ereignisse. Nachdem meine älteste Tochter geboren wurde, begann ich auch, die Ahnen meines Mannes zu erforschen, das war sehr einfach, da ich nur wenige Male ins Altländer Archiv in Jork fahren musste und dort aus dem ungedruckten Dorfsippenbuch Jork und Jork-Borstel die meisten der Ahnen abschreiben konnte. Schwieriger gestaltet sich da schon bis heute die Suche nach den Ahnen meiner Schwiegermutter. Dann brach das Zeitalter des PC an, ich suchte nach einem geeigneten Programm für meine genealogischen Daten und benutzte zunächst das Dos-Programm AHX. Mit diesem konnte ich die auszudruckenden Listen frei gestalten und auch alle verfügbaren Daten eingeben. Leider wurde dieses Programm nicht mehr weiterentwickelt und als die Computer schneller und leistungsfähiger wurden, musste ein neues Programm her. Nach langem Suchen und dem Besuch der Computer Genealogie Börse in Bremen entschied ich mich für das Programm Gen_ Plus (von Gisbert Berwe). Da ich auf die graphische Darstellung der Ahnenzusammenhänge nicht so viel und stattdessen mehr auf die Ausgabe von möglichst vielen verschiedenen Listen Wert lege, ist dies Programm für mich und meine Bedürfnisse noch das beste auf dem Markt. Dann folgte der Internetanschluss und die erste eigene Homepage. Durch das Internet haben sich unendlich viele neue Kontakte ergeben; die Online-Datenbanken und die Mitarbeit in Mailinglisten und Newsgroups bieten noch so viele neue Möglichkeiten zur Datenergänzung, dass ich sicherlich noch viele Jahre diesem Hobby nachgehen kann. Um anderen die Suche nach weiterführenden Links zu erleichtern, haben mein Mann und ich einen Linkkatalog für Ahnenforscher zusammengestellt, um Forschungsfragen aller Art zu stellen, haben wir ein Forum eingerichtet und für schon bestehende Homepages eine LinkHitListe röffnet. Falls Sie Fragen zur Ahnenforschung haben, können Sie mich gern auch persönlich anschreiben, wenn ich kann, helfe ich gern.
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 8. Dezember 2009 ) |
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